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Konzertberichte - Boise 2000

Vorwort

Ich bin nun 33 Jahre alt und seit fast 10 Jahren Pearl Jam Fan. Während meiner Schulzeit hatte ich das Gefühl, nie ernst genommen zu werden. Aus diesem Grund wollte ich meinen eigenen Weg finden, anders sein als alle Anderen.

Durch die Musik und die Einstellung von Pearl Jam fand ich meinen Weg. Auf Diesem gehe ich nun, mit Stolz! Ich hatte das Glück, Pearl Jam verschiedene Male live zu Erleben, im November 96 in Zürich, im Juni 2000 in Salzburg und in Zürich und im November 2000 in Boise / Idaho. Das geplante Seattle Konzert vom 6.11. musste ich im Motel 6 in "Seattle's Best Rock" ( Radiosender) verfolgen, weil es keine Tickets mehr gab.

Irgendwie war es immer ein Traum von mir, Pearl Jam in Ihrer Heimat live zu Erleben. Logischerweise wäre Seattle DER GIG überhaupt, aber als ich im Sommer während meines Holzeraufenthaltes in Oregon zusammen mit Cousin Simon ( einem Nachwuchsgrunger ) ein Ticket für's Seattle Konzert kaufen wollte, war dieses noch nicht offiziell. Aus diesem Grund entschied ich mich für Boise / Idaho.

Trotz Mangel an Fremdsprachenkenntnissen reise ich gerne allein. Auch den Trip nach Boise hab ich alleine angetreten.

REISEBERICHT BOISE 2000

Es war ein mulmiges Gefühl als am 31. Oktober 00 morgens um halb vier der Wecker losging. Das Gepäck war schnell beisammen; Fotoapparat, Radio - CD Player, n'Haufen CD's und das nötigste an Wäsche. 06.00 Uhr Check - In und 07.00 Uhr Abflug Richtung San Francisco, via Amsterdam. Nach ungefähr 14 Flugstunden endlich Ankunft in San Francisco.

Mit einem Mietauto gings dann weiter Richtung Norden. Ueber die Oakland Bay Bridge nach Vallejo erreichte ich am frühen Abend, bei strahlend schönem Wetter, Fairfield. Todmüde, aber sehr zufrieden, übernachtete ich dort in einem Motel. Am Morgen ein rascher Blick in den Atlas und weiter gings über verschneite Berge und durch traumhaft schöne Herbstlandschaften. Die Natur schien zu schlafen, es war so still. Fantastisch!

Meine Gedanken waren die ganze Zeit im Idaho Center, wo Pearl Jam in den nächsten Tagen auftreten sollten. Ich konnte es kaum erwarten!

Das Wetter verschlechtete sich langsam aber sicher. Darum entschloss ich mich, früh am nächsten Morgen loszufahren, weil mein Weg über den Blue Mountain Pass führte. Das war der einzige Weg, um zeitig in Boise zu sein. Der angekündigte Schnee blieb dann aus. Am Nachmittag des 2. November erreichte ich Boise. Bevor ein Motelzimmer bezogen wurde, wollte ich unbedingt zuerst das Idaho Center aufsuchen. Dieses war leicht zu finden, ungefähr 20 Meilen westlich von Boise, direkt am Highway. In aller Ruhe suchte ich mir nachher ein Motel in Boise.Voller Freude erwartete ich den nächsten Tag. Super Wetter am 3. November, blauer Himmel und angenehme Temperaturen. Es sollte ein perfekter Tag werden. Ungeduldig machte ich mich noch vor dem Mittag auf den Weg Richtung Idaho Center. Es war noch kein Mensch da. Ich setzte mich in die Sonne um einfach mal ein paar Gefühlen freien Lauf zu lassen."Ich bin da ! Rock n' Roll !" in den darauffolgenden Stunden gingen viele Gedanken durch meinen Kopf. Haben die Jungs das Roskilde - Unglück verarbeitet? Wie ist das Verhältniss zwischen Pearl Jam und den US - Fans? Unterschiede zu Europa ? usw.

Die Sonne wurde langsam röter und an der Abendkasse bildete sich plötzlich eine Menschenschlange. Ein beeindruckendes Schauspiel, wie die Fans von allen Seiten herbeiströmten und auf dem riesengrossen Parkplatz, natürlich zu Pearl Jam Songs, sich mit Ballspielen die Zeit vertrieben. Schliesslich war es soweit, Türöffnung um 6.30 pm. Endlich in der Arena, suchte ich meinen Platz. (Alle Plätze waren nummeriert, sogar vor der Bühne war gestuhlt!) Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, bei Pearl Jam zu sitzen. Als die vorbeigehenden Leute meine Schweizerfahne sahen, waren sie erstaunt, dass jemand für ein Konzert in die Staaten reist. "For Pearl Jam nothing can be to far away!"

Die Arena war nun bis auf den letzten Platz gefüllt und um ca. 7.30 pm begann die Vorgruppe "Suppergrass" mit dem Programm. Die Stimmung unter den Zuschauern war gut, trotzdem blieben alle sitzen. Es herrschte eine unglaubliche Spannung und als dann das Licht ausging, schien das Stadion zu kochen. Im selben Moment indem Ed & Co die Bühne betraten war ich total überwältigt. Diese Begeisterung der Fans, unglaublich. Niemand hielt es mehr auf den Sitzplätzen. Salzburg und Zürich waren genial, aber kein Vergleich mit Boise!

Eine Bemerkung am Rande, das Idaho Center ist ein Non Smoking Room! Unglaublich, aber alle hielten sich daran. Für die Amis ist das Selbstverständlich.

Wie auch in Zürich war "Of the Girl" der Einstieg in ein einmaliges Konzert. Higlights an diesem Abend? Das ganze Set war EIN HIGHLIGHT! Unterhaltsam und sympathisch, das bis ins unendlich hinauszögernde "Daughter", bei dem sich Eddie und die Fans mit einem Wortspiel abwechselten. "You are so beautiful, ... I feel so beautiful, ... We are so beautiful", usw. usw. usw.(Boise CD unbedingt zu Empfehlen!) Cat Stevens' "Don't be shy" und der klassische Einstieg bei "Betterman" bewiesen das breite Spektrum der Band. Nach einer längeren Zugabe folgte dann mit "Rockin' in a free World" ein krönender Abschluss eines äusserst gefühlvollen und zugleich rockigen Abends. Die Wein - und Fotogeschichte kennen wir bereits von den Europa - Gigs. Komentar überflüssig. Einfach sympathisch! -PEARL JAM, ANDERS ALS ALLE ANDEREN-

Mit gemischten Gefühlen verliess ich dann die Arena, einerseits traurig, weil alles schon vorbei war, andererseits überglücklich, etwas Spezielles und Einmaliges erlebt zu haben. Während der Fahrt ins Motel und der ganzen Nacht spielte sich in mir nochmals dieser super Abend ab. Ich war überglücklich. Die beiden Seattle - Konzerte wären jetzt noch eine schöne Zugabe, dachte ich mir. Am Morgen des 4.11. machte ich mich auf den Weg Richtung Nordwesten. Das Wetter zeigte sich noch immer von der strahlenden Seite, doch irgendwo zwischen La Grande und Pendleton wurde es zunehmend schlechter. Es begann zu Regnen und zu Schneien. Aus diesem Grund übernachtete ich dann in Pendleton. Das zweite Seattle - Konzert war nun doch noch realistisch.

Am 5.11. stoppte ich in Ellensburg und am nächsten Tag gings dann über den Snoqualmie Pass nach Seattle. Die Anfahrt dorthin ist bezaubernd, Natur pur bis unmittelbar an die Stadt. Auf der 90er west, dann auf die 5er south bis zur Ausfahrt "Mercer Street", weiter Richtung Seattle Center und schon war man vor der Key Arena! Cool, aber es war noch immer Vormittag und ich hatte noch kein Motelzimmer für die letzte Nacht. Ungefähr 10 Meile südlich war ein Motel 6, ganz in der Nähe vom Sea - Tac Airport. Auf dem Zimmer hörte ich im Radio "Seattle's Best Rock". Die ganze Zeit wurden Pearl Jam Songs gespielt und es folgten live - Interviews mit Ed & Stone, anschliessend hiess es, beim darauffolgenden Wettbewerb wären noch letzte Karten für's Abschlusskonzert zu gewinnen. Die Frage war leicht zu beantworten ( die Antwort war Mookie Blaylock ) - ich war zu langsam. Wenigstens hab ich das Interview und noch vieles mehr auf Tape!

Den ganzen Abend hörte ich Seattle's Best Rock und war im ersten Moment ein wenig enttäuscht, nicht live dabei sein zu können. Doch schon kurze Zeit später kamen schon wieder die Glücksgefühle von Boise. Am Morgen des 7.11. trat ich, nachdem ich das Mietauto abgegeben hatte, stolz und restlos zufrieden die Heimreise an. Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, das Pearl Jam Fans einmalig sind, wie auch Pearl Jam es sind! Ein Konzert unserer Jungs gleicht einem riesengrossem Fest unter guten Freunden.

Vielen Dank dem Webmaster und allen Pearl Jam Fans für das Interesse!
Gruss Stef stef.alive{at}catv.rol.ch